Die SMS gilt als veraltet und nicht mehr zeitgemäß. Ihre besten Jahre liegen jedoch noch nicht lange zurück: 2012 wurden in Deutschland 60 Milliarden SMS verschickt. 3 Jahre später waren es hingegen nur noch 16,6 Milliarden. Es scheint als haben Messenger Dienste der SMS im privaten Bereich den Rang abgelaufen. Das mag für den privaten Bereich auch teilweise zutreffen. Aber der Businessbereich sollte sich die SMS nochmal genauer anschauen und die Augen vor den Vorteilen der SMS nicht verschließen:

1. Hohe Öffnungsrate, mehr vertrauen

Smartphone Nutzer schauen im Durchschnitt 88 mal am Tag auf Ihr Handy. Bei vielen der jüngeren Generation ist die erste Handlung des Tages auf das Handy zu schauen. In Zahlen sind es sogar 80 % der jüngeren Nutzer (Generation Y) die nach dem Aufstehen erst auf Ihr Handy schauen, bevor sie etwas anderes machen. Ihr Handy ist fester Bestandteil Ihres Lebens und wird permanent zu Rate gezogen.

Doch nicht alles was auf dem Handy landet wird auch gelesen. Täglich werden 55 Milliarden WhatsApp Nachrichten verschickt und die etlichen Informationen in Chats und Gruppenchats können da schon für Verwirrung sorgen. Durch die Fülle von Nachrichten via Messenger Dienste gehen viele Informationen verloren.
Im Jahr 2018 wurden gerade mal 9 Milliarden SMS empfangen. Da sie seltener eine SMS bekommen, schenken die Leute einer eingehenden Nachricht via SMS mehr Aufmerksamkeit.

Die Öffnungsrate von SMS beträgt 98 %

Auch Telefonate bleiben unbeantwortet. Voicemails werden immer seltener abgerufen. Daher ist das Medium SMS einer der Besten Wege um diese Zielgruppe zu erreichen.

2. Man fasst sich kurz

Da bei einer SMS die Zeichen auf 160 begrenzt sind, fassen sich die Leute kurz und beschränken ihre Mitteilung auf ein nötigstes. So kommt es nicht zu mehreren aufeinander folgenden Nachrichten oder Romanen, wie bei WhatsApp und Co. Sondern die Leute konzentrieren sich, um in einer Nachricht von 160 Zeichen ihr Anliegen kurz und knapp zu kommunizieren.

3. Versand auch an andere Kanäle möglich

Eine SMS kann auch an ein Emailadresse, an ein Faxgerät oder eine Festnetznummer versendet werden.

4. Verpasste Anrufe

Handynutzer werden über ihre verpassten Anrufe per SMS informiert.

5. SMS immer mehr für geschäftliche Zwecke

Natürlich, der Versand von SMS ist seit 2012 rückläufig und die Messenger Dienste überholen im privaten Bereich die SMS. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Aber im Businessbereich sieht es da anders aus. Denn 80 % der Menschen verwenden SMS für geschäftliche Zwecke. Das hat viel mit Gewohnheit zu tun. Denn die Kunden sind es gewohnt für Ihre private Konversation ihr Handy zu benutzen und so greifen Sie auch bei geschäftlichen Dingen zu ihrem vertrauten Handy. Das es dann gerade die SMS ist, die für geschäftliche Zwecke genutzt wird, hängt wiederum mit Vorteilen wie Sicherheit, Zuverlässigkeit und besseren Schnittstellen zusammen.

Besonders interessant ist es, wenn man sich die SMS im Marketingumfeld betrachtet. SMS Marketing hat besonders im B2B Bereich zugenommen. SMS als Marketingstrategie im B2B ist von 2015 auf 2017 um 197 % gestiegen. SMS ist zwar nicht so populär wie andere Marketingstrategien. Aber, dass der Einsatz im B2B Bereich um 197 % und im B2C um 92 % gestiegen ist, zeigt, dass der Kanal gezielt eingesetzt eine besonderes effektive Markenstrategie ist.

6. Bessere Schnittstellen

Unwetterwarungen, Terminerinnerungen, Alarmierungen, Übermittlung von mobilen Tans, usw. Der personalisierte Service per SMS kann über Schnittstellen ganz einfach automatisiert versendet werden. Bei Whatsapp gibt es diese Schnittstellen nicht. Daher sind automatisierte Infos an einzelne Kunden über den Messenger nicht so einfach möglich.
Des Weiteren lässt sich die SMS problemlos in Ihr IT Umfeld integrieren. Aufgrund seiner variablen Schnittstellengestaltung lässt sich die SMS leicht in kundenspezifische Anwendungen wie CRM, ERP, Groupware Systeme, Inhouse Alarmierunslösungen, Monitoringsysteme oder Kommunikationsplattformen integrieren.

7. SMS ist zuverlässiger

SMS können auf jedem Handy empfangen werden. Sie benötigen dafür weder ein Smartphone noch müssen Sie in der Lage sein eine App zu installieren. Je nach Zielgruppe erreichen Sie mit Email und Messengerdiensten daher nicht alle Ihre Kunden. Weltweit besitzen rund 5 Milliarden Menschen ein Mobiltelefon. Davon sind circa die Hälfte Smartphonenutzer. Wie eine vom Pew Research Center durchgeführte Studie zeigt, dass Anzahl der Smartphonenutzer zwar stetig wächst, aber es weltweit noch Unterschiede zwischen Smartphone und Handynutzung gibt. So verzichten in Deutschland lediglich 6 % der Bevölkerung auf ein Mobiltelefon. Die restlichen 94 % der Handynutzer verteilen sich auf 78 % Smartphonenutzer und 16 % bleiben bei Ihrem alten Handy ohne Internetzugang. So erreichen Sie mit SMS schon mal 16 % mehr Kunden als mit Messenger Diensten.

Selbst die Personen, die ein Smartphone besitzen können nicht alle damit umgehen. Für SMS braucht es keine Anmeldung. Natürlich ist das Herunterladen einer App und das Vertraut werden mit deren Funktion für die meisten kein Problem. Aber man darf nicht vergessen, dass besonders die ältere Zielgruppe glücklich ist, wenn sie einfach nur ihre Handynummer weitergibt und dann ihre Nachrichten per SMS erhält. Zum Versenden von SMS benötigen sie somit kein Smartphone, keine Apps, keine Internetanbindung. Und Sie können die 5 Milliarden Handybesitzer weltweit via SMS erreichen. Unabhängig von deren technischen Fähigkeiten.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen SMS und Messengerdiensten ist die technische Übermittlung. Während WhatsApp über das Datennetz übertragen werden, werden SMS über das Signalisierungsnetz der Mobilfunkbetreiber versendet. Bei beiden Netzen können Nachrichten verspätet ausgeliefert werden, wenn das entsprechende Netz ausfällt. Aber das Signalisierungsnetz ist deutlich robuster. SMS lassen sich auch bei geringem Empfang abschicken und empfangen. Ohne Internet geht bei WhatsApp und Email gar nichts mehr rein und raus. Da schickt man doch lieber eine SMS und ist auf der sicheren Seite.

8. SMS sind deutlich vertrauenswürdiger

Dem WhatsApp Dienst wird immer wieder mangelnde Sicherheit nachgesagt. Ein Grund warum die Nutzer WhatsApp weniger vertrauen ist die Tatsache, dass die App den Zugriff auf etliche Daten benötigt um zu funktionieren. So stört es viele Kunden, dass der Dienst z.B. auf alle Daten ihres Telefonbuches zugreifen muss.
Des Weiteren behält sich laut AGB WhatsApp vor, die über den Messenger übermittelten Daten für eigene Zwecke nutzen zu dürfen. Sie haben somit also keine Kontrolle mehr über Ihre Nachrichten.
SMS hingegen unterliegen als Teil der Mobilfunkkommunikation den Telekommunikationsbestimmungen der jeweiligen Länder. Speicherung der Verbindungsdaten, Ortung von Handys, Abhörsicherheit etc. unterliegen daher der behördlichen Aufsicht und sind daher wesentlich sicherer.

Die vielen Vorteile zeigen auf, dass die SMS noch lange nicht überholt ist. Auch wenn sie im privaten Bereich immer mehr durch Messenger Dienste ersetzt wird, bleibt sie doch ein wichtiger Baustein im Businessbereich. Der Kunde schenkt der SMS mehr Aufmerksamkeit und mehr Vertrauen. Mit der SMS erreichen Sie Ihre Zielgruppe, sie kommt an und wird gelesen. Gezielt eingesetzt ist sie daher ein enormes Marketingtool und sie erreichen Ihre Zielgruppe unabhängig von Internetempfang und Handyaffinität. Die SMS ist daher aus wirtschaftlicher Sicht noch lange nicht wegzudenken und ihre treuen Dienste sollten nicht unterschätzt werden.

Hanna Bieg

Hanna Bieg

Sales Manager

Für ihre Brains verlässt Hanna zu gern den Tower. Reisen liegt ihr im Blut. Egal ob zum Kunden um die Ecke oder quer durch die Weltgeschichte. Hanna nimmt das mit der Extrameile wörtlich; in der Kletterhalle versucht sie dafür sogar die Gravitation zu überlisten.

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