Im Zeitalter von WhatsApp und Co. gilt dieses Phänomen im privaten Gebrauch schon als fast ausgestorben – der Short Message Service (kurz: SMS). Wurde früher auf Punkt und Komma verzichtet, um die Höchstanzahl an Zeichen bei einer SMS nicht zu überschreiten, so gibt es heutzutage bei fast jedem Handyvertrag eine auswählbare SMS-Flatrate. Die Angst, das Guthaben des Prepaidkarten-Handys zu schnell aufzubrauchen, scheint mittlerweile unbegründet zu sein. Für die Gelegenheits-Simser unter uns, die kein Geld für eine extra Flatrate ausgeben möchten, gibt es eine zunächst sehr ansprechende Alternative. Die sogenannten Free-SMS-Services werben damit, wie der Name bereits verrät, kostenfrei kurze Textnachrichten zu verschicken. Diese Kurznachrichten sind ebenfalls durch eine gewisse Zeichenanzahl begrenzt (Anzahl variiert je nach Anbieter) und können über einen Internetbrowser kostenlos versendet werden.

Die erste Hürde, die potentielle Nutzer eines Free-SMS-Services überwinden müssen, ist das Auffinden eines funktionstüchtigen Service-Providers. Geworben wird mit kostenlosem SMS-Versand, was in der Praxis jedoch meist misslingt. Schnell zeigt sich, dass der Dienst schlichtweg nicht funktioniert. Die SMS wird nicht zugestellt. Zudem fordern mehrere Anbieter eine Benutzerregistrierung vor der eigentlichen Servicenutzung. Der Aufwand um eine SMS verschicken zu können, vergrößert sich dadurch. Außerdem stellt sich hierbei auch die Frage, wie seriös die Seite ist und wie dort mit dem Thema Datenschutz verfahren wird. Das Speichern persönlicher Daten auf solchen Seiten sollte deswegen möglichst vermieden werden. Ein weiteres Thema auf diesen Seiten sind Abo-Fallen. Unübersichtliche Verlinkungen leiten die Nutzer zu unseriösen Seiten weiter, auf denen die Kostenfallen lauern. Nur wenige Free-SMS-Dienstleister können als vertrauenswürdig angesehen werden.

Wer aber großen Wert auf Datenschutz, Zuverlässigkeit und Seriosität legt, sollte von diesen Diensten keinen Gebrauch machen. 

Erscheint der SMS-Service als seriös so stellt sich die Frage, wie sich der Ablauf des Verschickens einer SMS gestaltet. Im Grunde genommen verläuft der Versand der SMS ebenso, wie das Versenden einer regulären SMS mittels des Smartphones. Nach der verfassten Textnachricht muss die Nummer des Empfängers angegeben werden. Wird zwischen den unzähligen Werbebannern (wodurch sich diese Betreiber finanzieren) der Button zum Versenden der SMS gefunden, kann diese auch verschickt werden.

Letztendlich liegt die Entscheidung zur Nutzung dieser Dienste bei jedem selbst. Wer aber großen Wert auf Datenschutz, Zuverlässigkeit und Seriosität legt, sollte von diesen Diensten keinen Gebrauch machen. Genügend Alternativen sind im Zeitalter von WhatsApp und Co. durchaus vorhanden.

Michel Wagner

Michel Wagner

Auszubildender

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