Die Veranstaltung:

Das Internet of Things (IoT) zieht immer mehr in unser Leben ein. Beispiele sind Fernseher, die mit dem Internet verbunden sind und darüber interagieren. Beim Smart-Home steuert man Heizung und Hausgeräte über das Internet an. Auch in der Industrie bietet das IoT neue Möglichkeiten. Selbstorganisierende Produkte revolutionieren die Produktion. Dies bezeichnet man auch als Industrie 4.0.

Meine Berufsschule, das TGGBBZ 1 in Saarbrücken veranstaltete am 07.06.2017 einen dreitägigen Hackathon, um uns Schülern die Themenschwerpunkte „Industrie 4.0“, „Internet of Things“ und „Smart-Home“ näher zu bringen.
Nach der Eröffnung durch die Schulleiterin, Rita Lauer, gaben Vorträge Einblick zum Thema IoT/Industrie 4.0.

Unter anderem sprachen die Staatssekretärin des Ministeriums für Bildung und Kultur, John Maddog Hall, der Chairman des Linux Professional Instituts, oder Reinhard Karger, der Leiter der Unternehmenskommunikation der DFKI GmbH darüber wie der aktuelle Stand der technologischen Umsetzung bereits heute ist und wo es noch hingeht. Viele Vertreter der Ausbildungsbetriebe und auch der IHK zeigten durch ihre Anwesenheit, wie wichtig ihnen diese Veranstaltung war.

Das Projekt:

Im Rahmen der Veranstaltung durften wir uns dann selbständig in Teams zusammenfinden und ein Projekt erarbeiten, das anschließend vorgestellt wurde. Das Thema unseres Projekts war die Implementierung von aktueller Sensortechnik in einen Spiegel, ein sogenannter „SmartMirror“ (intelligenter Spiegel).
Die primäre Funktion des Spiegels war es Gesichter mittels einer integrierten Kamera und dazugehöriger Software zu erkennen. Durch diese Funktion war es möglich, der jeweiligen Person ihre aktuellen Termine, Nachrichten und weitere persönliche oder nach Vorliebe definierten Informationen anzuzeigen. Der Programmieraufwand bei diesem Projekt war nicht sehr groß, jedoch anspruchsvoll. Die Gesichtserkennung selbst wurde mittels Python und der freien Bibliothek „OpenCV“ realisiert. Das Front-End (die Anzeige und Steuerung am Spiegel) konnte mit Java umgesetzt werden. Des Weiteren wurde ein Bewegungsmelder sowie ein Lichtsensor in den Spiegel integriert um sowohl das an- und ausschalten von Licht sowie dessen Helligkeit automatisch zu steuern.
Um den „SmartMirror“ noch smarter zu machen wurden zusätzlich noch standortbezogene Daten wie das aktuelle Wetter, die Raumtemperatur und -Feuchtigkeit angezeigt.

Ressourcen:

An der Umsetzung des Projekts waren, mich miteingeschlossen, 4 Personen beteiligt. Doch selbst mit dieser Mann- und Frauen-Power war der verfügbare Realisierungszeitraum von 10 Stunden knapp bemessen. Um die Fertigstellung des Projekts nicht zu gefährden, hatten wir uns entschlossen auch etwas in unserer Freizeit daran zu arbeiten. Um nicht Ortsgebunden am „SmartMirror“ arbeiten zu müssen aber dennoch die Aufgaben verteilen und koordinieren zu können, haben wir das Projekt in einem Kanban-Board verwaltet. Hierzu haben wir die Webanwendung „Jira“ von Atlassian verwendet.

Den überwiegenden Teil der eingesetzten Hardware, Kabel, Sensoren und Werkzeuge wurden uns großzügig vom TGBBZ 1 in Saarbrücken zur Verfügung gestellt. Einzig besondere Teile und Materialien die bei unserem Projekt benötigt wurden haben wir eingekauft. Die gesamten Kosten dafür überstiegen keine 40,- € (Euro). So konnten wir den „Smart Mirror“ schließlich auch fertig stellen. Mit dem Ergebnis waren wir alle zufrieden.

Andere Projekte umfassten u.a. ein Urban City Alarm System bei dem eine Maschine kontinuierlich die Temperatur misst und bei Überschreiten eines Grenzwerts jemanden via Android-App und E-Mail informiert. Oder ein Steuergerät, das Pflanzen in einer Hydrokultur, mit dem korrekten Verhältnis von Dünger und Wasser, versorgt.
In einem Peer-Review, einer gegenseitigen Bewertungsrunde, wurden die unterschiedlichen Projekte dann vorgestellt.

Tomasz Pordzik

Tomasz Pordzik

Auszubildender

Programmieren ist für diesen Code-Padawan die beste Gelegenheit seine vornehme Blässe zu kultivieren. Teilt sich seine Wohnung mit zwei Frettchen und seiner Freundin. Immer zu einem Small Talk über theoretische Physik aufgelegt. Trink seinen Kaffee schwarz und mit 5 kg Zucker. Für Braintower schreibt er über die Themen Monitoring und Reporting und die Weiterentwicklung des SMS Gateways.

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